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Agenturinhaber, Vertriebsleiter & E-Commerce-Consultants · 2 Min. Lesezeit

White Label CSS richtig kalkulieren: Preismodelle und Margen für Agenturen

Monatspauschale, Setup-Gebühr oder Leistungspaket: So legen Agenturen faire Preise für ihr White Label CSS fest und behalten Kosten, Betreuung und Gewinn im Blick.

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Mit den eigenen Kosten beginnen

Eine solide Kalkulation beginnt nicht beim Wunschpreis, sondern bei den tatsächlichen Kosten. Dazu gehören die Gebühr des White-Label-Anbieters, der Aufwand für die Einrichtung neuer Händler, laufende Betreuung, Reporting und der Vertriebsaufwand.

Viele Agenturen unterschätzen vor allem die Zeit nach dem Start: Rückfragen zum Merchant Center, Abstimmungen mit dem Kunden und regelmäßige Erfolgskontrollen. Wer diese Leistungen von Anfang an einpreist, schützt die eigene Marge.

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Drei bewährte Preismodelle

Am einfachsten zu verkaufen ist eine feste Monatsgebühr pro Händler. Sie ist für Kunden gut planbar und schafft für die Agentur wiederkehrende Einnahmen. Ergänzend kann eine einmalige Setup-Gebühr die Kosten für Einrichtung und Abstimmung abdecken.

Alternativ lässt sich das CSS in ein bestehendes Shopping- oder Performance-Paket integrieren. Ein leistungsabhängiges Modell ist ebenfalls möglich, sollte aber transparent definiert sein, da der CSS-Effekt von Kategorie, Wettbewerb und Gebotsstrategie abhängt. Legen Sie fest, welche Kennzahl als Grundlage dient, wie sie gemessen wird und welcher Teil des Ergebnisses überhaupt dem CSS zugerechnet werden kann. Eine pauschal garantierte Klickkostenersparnis eignet sich nicht als seriöses Preisversprechen.

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Rechenbeispiel: Umsatz ist nicht gleich Gewinn

Ein vereinfachtes Beispiel mit frei gewählten Nettobeträgen: 20 Händler zahlen jeweils 39 € pro Monat. Das ergibt 780 € Monatsumsatz. Bei 150 € fixer Anbietergebühr bleiben zunächst 630 € übrig – allerdings vor Betreuung, Vertrieb, weiteren Betriebskosten und Steuern.

Entstehen zusätzlich 10 € variable Kosten pro Händler und Monat, sinkt der Deckungsbeitrag auf 430 €. Der Break-even für die Anbietergebühr liegt in diesem Beispiel bei sechs Händlern: 150 € geteilt durch 29 € Deckungsbeitrag pro Händler, aufgerundet. Das sind Modellwerte, kein konkretes Anbieterangebot.

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Margen realistisch planen

Bei einer festen Anbietergebühr steigt die Marge mit jedem zusätzlichen Händler, solange Betreuungsaufwand und Vertragsbedingungen dazu passen. Wichtig sind deshalb ein klarer Leistungsumfang und Preise, die auch bei mehr Kunden noch tragfähig sind.

Mit dem Gewinnrechner auf dieser Seite lassen sich Verkaufspreis, Anbieterpreis und Händleranzahl schnell vergleichen. Die Monats- und Jahreswerte bilden die Differenz aus Händlerumsatz und eingegebener Anbietergebühr ab. Für die vollständige betriebliche Kalkulation müssen Betreuung, Vertrieb, weitere Kosten und Steuern separat berücksichtigt werden. Ein Jahreswert setzt unveränderte Werte über zwölf Monate voraus.

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